Historie der Kirche

Dorfkirche Fretzdorf

Protestantische Fachwerk-Kirche in Wittstock/Dosse,

Brandenburg

Die Geschichte der Kirche begann mit ihrem Stifter, Ulrich Christoph von Stille, der 1654 in Salzwedel geboren, noch heute als Mumie in der Gruft der Kirche unter den Fretzdorfern weilt.

1703 kaufte der Herr von Stille seinem Neffen das damals 300 Jahre alte Schloss in Fretzdorf und ließ ein Jahr später die Fretzdorfer Kirche nach seinen Vorstellungen erbauen. Eine Fachwerk-Kirche mit Turmaufbau.

Zu den Ausstattungsgegenständen der Kirche gehören unter anderem die sechseckige Kanzel getragen von einer fast lebensgroßen Mosesfigur (Sandstein), deren Korb ein geschnitzter Christus und Evangelistenfiguren schmücken, sowie die Hollenbachorgel (Baujahr 1888). Eine Herrschaftsloge um 1700 mit barocker Bemalung mit den Wappen von den Familien von Stille und von Cosel sind ebenfalls eine Augenweide.

Durch die Gründung der FREIe HEIDe Friedensbewegung im Jahre 1992 gegen die militärische Nutzung der Kyritz-Ruppiner Heide durch die Bundeswehr (Bombodrom)  und den jährlich wiederkehrenden Ostermärschen, erlangte die Dorfkirche Fretzdorf jeden Ostersonntag zur Berühmtheit.

Die FREIe HEIDe hatte am Anfang ihr Hauptquartier in der Dorfkirche und organisierte von hier aus die Osterwanderungen. Die Teilnehmerzahlen waren in jedem Jahr so hoch (2009 mit mehr als 10.000 Besuchern, der größte Ostermarsch in Deutschland)  das dieses Ereignis mit zum Top Thema bei ARD/tagesschau und den ZDF/ heute-Sendungen gehörte und mit Bild, Ton und Kommentar an Millionen von Zuschauern gesendet wurde.